Aktuelles
Aktuelles
Interforst-Messe 2026
Auf der kommenden Forstmesse Interforst in München
am 15.-18.Oktober 2026
wird der ZüF e.V. mit einen Stand vertreten sein.
Wir freuen uns auf viele Besucher.
ZüF-Mitgliederversammlung
Am 20. Mai 2026 fand die Mitgliederversammlung des ZüF e.V. an der Waldbauernschule Kelheim statt. Die Veranstaltung bot ein abwechslungsreiches Programm aus vereinsinternen Themen, einem Gastvortrag zum europäischen Forstbaumschulsektor und einer Exkursion in das Lehrrevier der Waldbauernschule. Dort wurden verschiedene Versuchsanbauten vorgestellt, darunter Schwarzkiefer, Esskastanie, Zeder sowie Eichensaaten. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit intensiv zum fachlichen Austausch.
ZüF-Markierungsfarbe in der Saison 2026/2027
Die Markierungsfarbe der Erntebäume im ZüF-Verfahren in der kommenden Erntesaison 2026/2027 (Reifejahr 2026) ist pink bzw. rosa.
Flaumeiche im ZüF-Verfahren
Die Flaumeiche (Quercus pubescens) rückt mit dem Klimawandel zunehmend in den Fokus. Für diese Baumart konnte vor Kurzem der Probelauf im ZüF-Verfahren erfolgreich abgeschlossen werden. Bei dieser „Machbrakeitsstudie“ wurden Rückstellproben bei einer von ZüF begleiteten Ernte in Südfrankreich gewonnen sowie genetische Vergleichsanalysen inkl. Quervergleiche mit Pflanzen aus anderen Beständen für das Herkunfts-Zertifizierungsverfahren durchgeführt. Diese dreijährige Testphase ist nun abgeschlossen. Ernten für diese wärmetolerante Baumart können ab jetzt routinemäßig im ZüF-Verfahren durchgeführt und Forstpflanzen mit überprüfbarer Identität produziert werden. Bei Ernten außerhalb Deutschlands beachten Sie bitte die frühzeitige Antragsstellung über die ZüF-Geschäftsstelle.
Baumarten im ZüF-Probelauf
Neben der Baumhasel (Corylus colurna ) befinden sich die drei Baumarten Zerreiche (Quercus cerris) sowie Feldahorn (Acer campestre) und Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera)* im Probelauf des ZüF-Verfahrens für Ernten innerhalb Deutschlands. Für Ernten außerhalb Deutschlands muss ein frühzeitiger Antrag an die ZüF-Geschäftsstelle erfolgen.
Die genetischen Labormethoden der DNA-Mikrosatellitenanalyse sind für diese Baumarten grundsätzlich etabliert. Wie die Referenzproben genau zu ziehen sind, um eine möglichst hohe Repräsentativität zu erreichen, wird mit den Probeläufen erarbeitet. Sobald die Verfahrensschritte fertig ausgearbeitet sind, werden die ZüF-Handlungsanweisungen bzgl. der Saatguternte für diese Baumart entsprechend ergänzt.
* für Tulpenbaum: nur bei einzelbaumweiser Beerntung
Veröffentlichungen
Orientbuche: erste Schritte für den Praxistest in Bayern
Die Orientbuche könnte im Klimawandel die trocken- und wärmetolerantere Alternative zur heimischen Rotbuche darstellen. Da die Baumart nicht den Regelungen des Forstvermehrungsgutgesetzes unterliegt, besteht jedoch das Risiko, dass Saat- und Pflanzgut unbekannter bzw. ungeeigneter Herkünfte am Markt angeboten wird. Nur mithilfe einer Zertifizierung kann für Waldbesitzende die Eignung des tatsächlich gelieferten Saatguts sichergestellt werden. Der Zertifizierungsring für überprüfbare forstliche Herkunft (ZüF e. V.) hat daher im Herbst 2024 eine kontrollierte Ernte von Orientbuchensaatgut in Westgeorgien als ersten Probelauf durchgeführt.
Herkunftskontrolle am Beispiel des Spitzahorns
Der Spitzahorn gehört zu den seltenen heimischen Baumarten. Er gilt als trockentolerant. In Anbetracht des Klimawandels stellt er somit eine wichtige Baumart dar, mit der wertvolles Holz produziert werden kann. Da der Spitzahorn oft gepflanzt wird, ist es essentiell, geeignetes Pflanzmaterial zur Verfügung zu haben, das aus gesicherter Herkunft stammt. Eine deutlich erhöhte Herkunftssicherheit wird durch die Verwendung herkunftszertifizierter Pflanzen erreicht. Im Rahmen des Zertifizierungssystems ZüF werden regelmäßig stichprobenhaft genetische Überprüfungen der Herkunft verschiedener Pflanzenpartien vorgenommen. So wurden kürzlich u.a. zwei Pflanzenpartien der Baumart Spitzahorn auf ihre Identität hin mittels genetischer Analyse überprüft.
Erstes Zertifizierungssystem für forstliches Vermehrungsgut - von der Idee zur Umsetzung
Seit nunmehr 22 Jahren existiert das erste Zertifizierungssystem für die Verbesserung der Herkunftssicherheit von forstlichem Vermehrungsgut in Deutschland, heute allgemein als "ZüF" bekannt. In engem Zusammenspiel von Forstverwaltungen, Baumschulbranche und Wissenschaft wurde in den Jahren 1998-2002 ein auf Rückstellproben, genetischen Vergleichen und Datenbank-Dokumentation basierendes Kontrollsystem etabliert, um die gesetzlichen Regelungen für forstliche Herkunftssicherheit zu ergänzen.
Beiträge von Forstpflanzenzüchtung und Forstgenetik für den Wald von Morgen
Vor 20 Jahren startete das erste Zertifizierungssystem für die Verbesserung der Herkunftssicherheit von forstlichem Vermehrungsgut in Deutschland, heute allgemein als „ZüF“ bekannt. In engem Zusammenspiel von Forstverwaltungen, Baumschulbranche und Wissenschaft wurde ein auf Rückstellproben, genetischen Vergleichen und Datenbank-Dokumentation basierendes Kontrollsystem etabliert, um die gesetzlichen Regelungen für forstliche Herkunftssicherheit zu ergänzen.
Forstliche Herkunftssicherung vor neuen Aufgaben
Als nach den Orkanen „Vivian“ und „Wiebke“ (1990) große Waldgebiete wieder aufgeforstet werden mussten, wurden dazu nicht immer die Forstpflanzen verwendet, die sich die Waldbesitzer und auch die staatlichen Forstverwaltungen wünschten bzw. die gesetzlich vorgeschrieben waren. Das zeigte sich allerdings erst Mitte bzw. Ende der 1990er-Jahre. In der Folge entstand bei Waldbesitzern und staatlichen Kontrollorganen ein großes Misstrauen gegenüber Baumschulen und/oder Händlern von forstlichem Vermehrungsgut. Um Waldbesitzern mehr Sicherheit beim Einkauf von Forstpflanzen zu geben und als Nachweismöglichkeit für redlich arbeitende Forstbaumschulen, wurde 2002 der ZüF gegründet und ein System aufgebaut zur Kontrolle und zum Nachweis der Herkunft von Forstpflanzen.
Seit 20 Jahren ZüF- Zertifizierung für forstliches Vermehrungsgut
Im Jahr 2002 wurde der Zertifizierungsring für überprüfbare Forstliche Herkunft Süddeutschland e.V. (ZüF) gegründet. Nach anspruchsvollem Start und einigen Hürden sind die letzten 20 Jahre hinsichtlich des Ziels einer verbesserten Herkunftssicherung aus unserer Sicht ein Erfolg. Am 27. Juni 2022 fand in Kirchdorf bei Freising die Jubiläumsveranstaltung veranstaltet

